Antrag zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 27.10.2010 sowie zur Ratssitzung am 03.11.2010

Der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat sprechen sich dafür aus, den bestehenden 30-Minuten-Takt Bielefeld-Halle bis Osnabrück in Schwerpunktzeiten zu verlängern. Die Verwaltung wird gebeten, einen entsprechenden Vorschlag dem VVOWL für den künftigen Nahverkehrsplan vorzulegen.

Begründung


Die Zahl der täglichen Fahrgäste auf der Haller-Willem-Strecke steigt kontinuierlich. Nach den letzten Angaben der Landesnahverkehrsgesellschaft, die sich auf das Jahr 2008 beziehen, ist sie allein zwischen Osnabrück und Dissen ca. 2.200 angestiegen. Eine Stichprobe der Initiative Haller Willem von Juni 2010 hat eine weitere Steigerung auf 2.390 tägliche Fahrgäste ergeben. Auf dem westfälischen Teilstück zwischen Dissen und Bielefeld wurden zuletzt 3.905 Fahrgäste gemeldet. Grund der hier stärkeren Auslastung ist vor allem der Halbstundentakt zwischen Bielefeld und Halle. Die Erfahrung zeigt, dass vor allem Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen eher bereit sind vom Pkw auf die Bahn umzusteigen, wenn die Bahnhalte enger am Arbeitsbeginn und –ende liegen. Dies hätte insbesondere auch für den Halte Punkt „Gerry Weber“ positive Effekte.

Der Halbstundentakt ermöglicht verbesserte Anschlüsse, in Osnabrück z.B. an Oldenburg und Münster in Bielefeld z.B. an Hannover und Berlin. Der für den Halbstundentakt notwendige Ausbau mit zwei weiteren Begegnungspunkten bringt zudem mehr Sicherheit für den Betrieb, da bei Störungen weniger Verzögerung für den Gegenzug verursacht wird. Mehr Umsteiger auf die Bahn bedeuten Straßenentlastungseffekte, weniger Stau in Halle.Helga LangeFraktionssprecherinAntrag als PDF