Jochen Stoppenbrink, Wibke Brems (MdL), Michael Flohr (Stadt Halle), Helga Lange (v.l.n.r.) |
Im Rahmen der Energiewende kommt dem Ausbau des deutschen Stromnetzes eine zentrale Bedeutung zu. Auf der anderen Seite ist es bei jeglichen Planungen auch wichtig den Interessen direkt Betroffener Rechnung zu tragen. Im Haller Westen soll nun eine Hochspannungsleitung, die durch die Siedlung Am Forst führt, in eine 380 kV Höchstspannungsleitung umgewandelt werden. Die Trasse verläuft direkt über den Wohnhäusern.
Bei einer Veranstaltung mit der Grünen Landtagsabgeordneten Wibke Brems und Michael Flohr vom Haller Bauamt wurden Alternativen zur Höchstspannungsleitung durch die Siedlung diskutiert. Laut Brems käme eine grundsätzlich andere Lösung, wie ein Erdkabel oder Gleichstrom-Übertragung, aus finanziellen und technischen Gründen nicht in Frage. Stattdessen sei jedoch ein andere Route für die Leitung denkbar: Laut Michael Flohr sei eine Verschiebung der Trassenführung in einem 1.000 m breitem Korridor im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens möglich.
Die Haller Grünen sicherten den Anwohnern ihre Unterstützung zu. Ratsmitglied Helga Lange geht davon aus, dass es im nächsten Hauptausschuss eine breite Mehrheit für eine Verschiebung der Trassenführung geben wird. Darüber hinaus kündigte sie an, sich über den Bezirksrat auch bei der Bezirksregierung dafür einzusetzen.