500 Euro für die Versorgung von krebskranken Kindern gespendet


Übergabe: Ursula Gindele-Berendonk (2.v.l.) freute sich über den Scheck aus den Händen von Helga Lange, Jochen Stoppenbrink, Joachim Kloidt, Marlene Hahn und Wilfried Zäpernick (v.l.).


 

HALLE (31.05.06). Mit dem Kinobesuch etwas Gutes tun – dieses Konzept der Haller GRÜNEN ging vollends auf. Der Ortsverband sponserte zwei Vorstellungen des Films „Die Wolke“ samt Diskussion mit Hauptdarstellerin Paula Kalenberg im Rali-Kino. Beide Vorstellungen waren ausverkauft, die Einnahmen gingen jetzt an die Bielefelder Regionalgruppe der „Mütter gegen Atomkraft“.

 

Und das nicht ohne Grund, wie die GRÜNEN-Politiker Helga Lange, Jochen Stoppenbrink, Joachim Kloidt, Marlene Hahn und Wilfried Zäpernick erklärten: Der Film, der einen schweren Unfall in einem deutschen Atomkraftwerk zeichnet, war ein Bestandteil einer ganzen Veranstaltungsreihe zum 20. Tschernobyl-Jahrestag des Haller Ortsverbandes.

 

>>>Freude über großen Zuspruch<<<

 

„Die Filmvorführung kam gut an. Für den großen Zuspruch bedanke ich mich nochmals“, freute sich Ortsverbandssprecher Jochen Stoppenbrink. Die Aktion habe aber nicht nur der Unterhaltung dienen sollen, sondern sollte nochmal die Gefahren der deutschen Atommeiler in Erinnerung rufen. „Die ständige Bedrohung eines nuklearen Unfalls vor der eigenen Haustür wird oftmals gar nicht wahrgenommen“, betonte Ratsfrau Helga Lange –  das habe die Diskussion von Hauptdarstellerin Paula Kalenberg mit den Kinobesuchern gezeigt.

 

Die beiden Kinovorstellungen spielten nicht ganz 500 Euro ein, die Haller GRÜNEN spendierten aber den Differenzbetrag, sodass am Ende doch eine runde Summe zusammenkam. Den Scheck nahm Ursula Gindele-Berendonk symbolisch im Namen der „Mütter gegen Atomkraft“ entgegen. Der Betrag fließt in den Kauf eines 12 000 Euro teuren medizinischen Spezialgerätes für die Versorgung von krebskranken Kindern, einem so genannten Koagulator. Wenn alles glatt läuft, soll das Gerät schon bald in der onkologischen Kinderklinik in Kiew zum Einsatz kommen.

 

Mehr Informationen:
>>> Homepage der Mütter gegen Atomkraft
Spendenkonto:
Konto 412422, BLZ 701 694 64, Genossenschaftsbank e.G. München 

Wolke-Star Kalenberg: "Menschen sterben immer noch an Spätfolgen"


Geglückte Veranstaltung: Ratsfrau Helga Lange und Ortsverbands-sprecher Jochen Stoppenbrink freuen sich gemeinsam mit Paula Kalenberg (von links) über die große Resonanz.

HALLE (8.5.2006). Zwei Mal lud der GRÜNE Ortsverband und die GRÜNE Jugend zu einem Filmerlebnis der besonderen Art ein, zwei Mal war das Kino mit knapp 200 Gästen proppenvoll: Die Partei holte nicht nur den Kinofilm „Die Wolke“ auf die Leinwand des Rali-Kinos, sondern brachte auch gleich Hauptdarstellerin Paula Kalenberg mit.

 

Der Kinostar zum Anfassen stand den Kinobesuchern nach beiden Vorstellungen Rede und Antwort. Die Fragen des Publikums waren vielschichtig – so ging es um die Haare der jungen Darstellerin, von denen sie sich tatsächlich nach und nach für die Rolle trennen musste.

 

Oder darum, wie sie zur Rolle gekommen ist: Über eine Kölner Agentur, in der sie schon lange gelistet ist. Dabei stand erstmal gar nicht fest, ob sie bei der harten Konkurrenz in der Vorauswahl überhaupt die Rolle bekommt: „Ich musste ganz normal zum Casting und war eine unter vielen.“

 

>>>Gemeinsam für die Abschaltung der AKWs<<<

 

Kalenberg eröffnete im Gespräch mit GRÜNEN-Ratsfrau Helga Lange, dass sie sich durch die Dreharbeiten zum Film intensiv mit dem Thema Atomenergie auseinander gesetzt habe. „Ich hatte vorher gar keine Einstellung zu Atomkraftwerken.“, sagte sie und erklärte, dass sie die ausgehende Gefahr von den 17 aktiven Kernkraftwerken in Deutschland unterschätzt habe.

 

Bei dem bisher weitreichendsten Kraftwerksunglück vor 20 Jahren in Tschernobyl hätten die Sicherheitsvorkehrungen an dem Atommeiler auch funktioniert – „es war letztlich aber menschliches Versagen“, betonte der Kinostar.

 

Sie appellierte an die Anwesenden gemeinsam für die Abschaltung der Atommeiler zu kämpfen, denn Tschernobyl sei immer noch aktuell: „Dort sterben heute noch Menschen an den Spätfolgen.“ Jeder Einzelne habe die Möglichkeit, grünen Strom zu beziehen oder bei Wahlen, die ganz und gar nicht zu unterschätzen seien, seine Stimme richtungsweisend einzusetzen.

 

Die Einnahmen der Veranstaltung in Höhe von etwa 500 Euro kommen vollständig den Kindern von Tschernobyl zugute. Der GRÜNE Ortsverband Halle übernahm die Kosten für die beiden Kinovorführungen.

 

LINKS:

>>> Zur offiziellen Homepage des Kinofilms

>>> Hintergrundinfos der GRÜNEN Jugend

 

Kinostar zum Anfassen


Paula Kalenberg
Fotorechte: Verleih

Halle. Der GRÜNE Ortsverband bringt am Montag, 8. Mai, gleich zwei Mal den Kinofilm "Die Wolke" für einen guten Zweck auf die Leinwand des Rali-Kinos. Hauptdarstellerin Paula Kalenberg steht den Zuschauern bei beiden Veranstaltungen Rede und Antwort.

 

Die Haller GRÜNEN wollen mit dieser Aktion weiterhin an die verheerende Atomkatastrophe in Tschernobyl vor 20 Jahren erinnern, bei der vor allem Kinder zu leiden hatten und noch haben. Der Eintritt für die Filmveranstaltungen um 17 und 20 Uhr beträgt jeweils 2,50 Euro und fließt komplett an Kinder von Tschernobyl.

 

Der mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnete Kinofilm handelt von einem Störfall in einem deutschen Atommeiler und die Folgen für zehntausende von Menschen. Der Film hält die Gefahr von einem drohenden größtmöglichen Störfall vor der eigenen Haustür vor Augen.

 

Vor solch einem Störfall ist keiner sicher, solange Atommeiler in Betrieb sind - diese Auffassung vertreten seit Langem die GRÜNEN. Aus diesem Grund setzen sich die GRÜNEN für die Abkehr von der Atomkraft hin zu erneuerbaren Energietechniken ein.

 

Mehr Informationen:

>>> Zur offiziellen Homepage des Kinofilms

>>> Zu den Tschernobyl-Informationsseiten der GRÜNEN Bundestagsfraktion.

20 Jahre Tschernobyl

HALLE (26.4.2006). Nach der verheerenden Reaktorkatastrophe ist vor der Reaktorkatastrophe - im Gedenken an den 20. Jahrestag der Explosion des Atomkraftwerks Tschernobyl lasen Parteimitglieder auf dem Ronchinplatz den ganzen Tag über mahnende Texte zum Thema Atomenergie.

 

 

Das Thema Kernenergie ist auch so lange nach dem GAU in der Ukraine immer noch aktuell: Die Große Koalition lässt in Sachen Atomenergie keine klare Linie erkennen - die CDU brachte trotz des vereinbarten schrittweisen Atomausstiegs im Koalitionsvertrag wieder neue Atommeiler in Deutschland ins Gespräch.

 

Die GRÜNEN bleiben bei ihrem konsequenten Nein zur Atomkraft. Zu schwer wiegen die Folgen von Tschernobyl, die auch künftig noch in unserer Region zu spüren sein werden: So dürfen Wildschweine in der Senne immer noch nicht aufgrund der hohen Cäsiumwerte verzehrt werden.

 

Die Haller GRÜNEN räumten am Jahrestag mit zahlreichen Legenden auf - während Lesungen unterstrichen Jochen Stoppenbrink, Helga Lange, Joachim Kloidt und Marlene Hahn mit ihren Mitstreitern, warum Atomenergie nicht das Weltklima retten kann oder wie unsicher die alternden deutschen Atommeiler wirklich sind.

 

Für die GRÜNEN lässt die Katastrophe nur einen Schluss zu: Weg von der Atomenergie mit ihren unvorhersehbaren Folgen, hin zu zukunftsfähigen regenerativen Energien.

 

 

[Textdownload]
Nachfolgend gibt es die gelesenen Texte zum Herunterladen:

1. Der Tagesspiegel online, 14.8.2005: Doch die eigentliche Frage ist: Wie unsicher sind Deutschlands alternde Kernkraftwerke heute?

2. www.sonnenseite.com: Irrtümer über die Atomenergie, Teil 8: Atomenergie kann das Weltklima nicht retten.

3. www.sonnenseite.com: Es gibt noch Christen in der CDU.

4. www.sonnenseite.com: 20 Jahre nach Tschernobyl: Renaissance der Atomenergie?

5. www.sonnenseite.com: Tschernobyl, der Krebs und die widersprüchlichen Todeszahlen.

6. www.sonnenseite.com: 20 Jahre nach Tschernobyl: Erneuerbare Energien sind die Alternative

7. www.sonnenseite.com: 20 Jahre nach dem Super-GAU: „Wer aus Tschernobyl nichts lernt, kriegt ein zweites!“

 

Linktipp


 
www.atomausstieg-selbermachen.de
ist eine bundesweite Kampagne von neun Umweltverbänden, die von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt wird.