Sigrid Beer diskutiert "Schule der Zukunft" und lobt das Haller Ganztagsmodell


Bericht des WBs vom 28. März 2009

Welche Schule brauchen Kinder, um in einer Wissensgesellschaft die optimale individuelle Förderung zu erhalten und für die Zukunft gerüstet zu sein? Wie kann man in Halle die Schulangebote besser an die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen anpassen und Bildungschancen von der sozialen Herkunft abkoppeln? Die Grüne Antwort lautet: Eine gemeinsame Schule für alle Kinder!

Zu einem Austausch über das Thema "Schule der Zukunft - Wie unsere Kinder lernen wolllen" trafen sich am 26. März viele interessierte Haller zum Gespräch mit der schulpolitischen Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Sigrid Beer.

Diese machte bei ihrem Besuch in Halle klar, dass frühe Selektion, wie sie die schwarz-gelbe Landesregierung durch die verbindliche Grundschulempfehlung noch verstärkt hat, in jedem Fall der falsche Weg sind. Eine Schule der Zukunft setzte auf längeres gemeinsames Lernen und bietet eine flexible Genztagsbetreuung.

Ausdrücklich lobend erwähnte die Schulexpertin das Haller Ganztagsmodell, wie es am KGH umgesetzt wird. Vergleichbare flexible Angebote wünscht sich Beer mit finanzieller Unterstützung des Landes für ganz NRW.

Für Halles Schulstruktur empfiehlt Beer eine Schulkonferenz, die die wichtigsten Zukunftsfragen diskutiert, um diesen anschließend mit grundlegenden strukturellen Änderungen zu begegnen. Der demographische Wandel sorge beispielsweise dafür, dass dreigliedrige Schulstrukturen vielerorts ineffizient würden. Hier gelte es zu reagieren.